Garantiezins sinkt 2015: trotzdem KEINE Lebensversicherung abschließen!

Zum 01.01.2015 tritt das Lebensversicherungsreformgesetz in Kraft. Eine wesentliche Änderung ist die Absenkung des Garantiezinses von aktuell  1,75 % p.a. auf 1,25% p.a. für neu abgeschlossene Verträge in 2015. Versicherungsgesellschaften und deren Außendienst nutzen das natürlich und werben damit, lieber in 2014 noch einen Neuvertrag abzuschließen und sich angeblich bessere Zinsen bei z.B. Kapitalbildenden Lebensversicherungen zu sichern. Nun ja, das stimmt, denn 1,75 ist großer als 1,25.

Doch was ist die Wahrheit?

  1. Der Garantiezins gilt ohnehin NUR für den Sparanteil des Vertrags, also nach Abzug von Kosten, Provisionen und auch Kosten für den oft teuren Versicherungsschutz. Aus 1,75 % p.a. werden somit schnell deutlich weniger. Bei 30% Kosten und Anteil für den Versicherungsschutz liegt die Effektivverzinsung bei 1,23 % p.a.
  2. Der größte Feind des Sparers ist die Inflation. Nehmen wir diese 1,23 % p.a. und ziehen mal Inflationsraten ab (2013 rund 1,5%, 2012 = 2,0%, 2011=2,3%), dann stellen wir fest: Ergebnis ist im Minus. Faktisch heißt das, dass Zinsen auf´s eigene Sparguthaben gezahlt werden. Und das bereits bei einer vermeintlich attraktiveren Verzinsung.
  3. Falls 1.+2. noch nicht reichen: googlen Sie doch einfach mal nach § 89 Versicherungsaufsichtsgesetzt. Dort heißt es sinngemäß, dass der Kunde auch bei Schieflage der Versicherungsgesellschaft/Insolvenz weiterhin seine Beiträge zahlen muss….

Wir halten also fest:

  • Rechnung der Versicherung stimmt eigentlich nie!
  • Derartige Verträge vernichten Geld – mehr (bei Abschluss 2015) oder weniger (Abschluss noch 2014)
  • Garantien sind Augenwischerei

Wer mag kann seine Verträge und auch neue „gute Angebote“ unabhängig auf den Prüfstand legen. Meine Effektivzinsberechnung hat schon Einigen geholfen, solche Verträge gar nicht erst zu unterschreiben und Schäden zum Laufzeitende von mehreren Tausend EUR gar nicht erst zu machen…

Herzliche Grüße

Marcus Miertschin

 

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